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Neuheiten der Strukturierten Verkabelung
ISO11801 Second Edition
Nexans contra Siemon

Die TERA-Anschlusstechnik von Siemon ermöglicht hohe Flexibilität dadurch, dass jedes Kabelpaar einzeln patchbar ist. Zudem können über das gleiche Kabel TV, Video, Daten und Telefon übertragen werden. Der Siemon Stecker ist einsetzbar, wenn HEM-Lösungen (Home Entertainment und Multimedia) gegenüber der Rückwärtskompatibilität zu RJ45 bevorzugt werden. Damit ist der Grundstein für den sinnvollen Einsatz hochwertiger Klasse F-Lösungen gelegt, speziell im Bereich „Home Entertainment“ oder „CATV“.
 
GG45/GP45 werden auch als Gigagate und Gigapatch bezeichnet und erfüllen als Steckersystem die Link-Klasse F bis mindestens 600 MHz. Stecker und Buchse des GG45/GP45-Systems können einzeln mit Komponeneten des RJ-45-Systems mit eingeschränkten Spezifikationen kombiniert werden. In der Kombination GG45 und RJ-45 erfüllen sie die Spezifikationen für die Link-Klasse D. Das GG45/GP45-Steckersystem hat insgesamt 12 Kontakte: acht an der Oberseite und vier an der Außenkante der Unterseite, von denen immer nur acht gleichzeitig aktiv sind. Ein Federmechanismus schaltet dabei von den äußeren acht Eckkontakten, die bei Verkabelungen nach der Klasse F benutzt werden, auf die obren acht Kontakte, bei Verkabelungen nach Klasse D.
 

Seit der 23. Sitzung der Working Group 3 des ISO/IEC JTC 1/SC 25 1997 in München wird um die Parameter und die Konstruktion der Komponenten für neue Klassen und Kategorien für die Strukturierte Verkabelung gekämpft. Die 2. Ausgabe der ISO/IEC IS 11801 erhielt im Komitee knapp die Mehrheit und wird nach Abstimmung in den Ländern voraussichtlich im Juni 2002 veröffentlicht. Draft IEC 60603-7-7 (GG45) wird künftiges Kategorie 7 Interface. Auch aus patentrechtlichen Gründen findet der Draft IEC 61076-3-104 (Tera) über eine Fußnote Erwähnung.